Ein Unternehmen der Kirche.

Das »Aeternus-Kreuz« entsteht

Die Arbeitsprozess vom Rohling bis zum fertigen Kunstwerk

Das Kreuz durchläuft viele aufwendige Arbeitsschritte, bis es schließlich sein einzigartiges Aussehen erhält. Die  Zeit, die der Künstler für die Herstellung des Objekts zusammen mit dem Korrosionsabdruck auf Büttenpapier benötigt, beläuft sich auf rund acht Wochen.

Die Proportionen des Wandkreuzes werden nicht direkt vom Altarkreuz übernommen, sondern sie werden für diese kleinere Kreuz-Variante neu definiert.

Blick ins Atelier

1. Das Kreuz nimmt Form an: Schneiden und Biegen der Rohlinge

Das »Aeternus-Kreuz« ist aus einem Stück gefertigt. Zuerst werden dafür mithilfe eines Laserschneidegeräts die Kreuz-Formen aus massivem Stahl ausgeschnitten. Dabei entsteht auch die innere Kreuzform, die in den mittleren Kreuzungspunkten mit der äußeren Kreuzform verbunden bleibt. Nachdem auf der Rückseite des äußeren Kreuzes die Bohrung für die Aufhängung erfolgt ist, mit deren Hilfe das Kreuz später an der Wand befestigt werden kann, wird nun die innere Kreuz-Form gestaltet:
Unter Zuhilfenahme eines speziell angefertigten Werkstücks und einer Presse werden die Enden der inneren Kreuz-Form ausgebogen. Es tritt dem Betrachter nun plastisch entgegen.

Ab diesem Stadium werden für das korrodierte Aeternuskreuz sowie für das Kreuz in Sonderedition unterschiedliche Herstellungswege eingeschlagen: Während die Sonderedition des Aeternuskreuzes ihren letzten Schliff durch die Ölung bekommt, ehe es vom Künstler handsigniert wird, muss für das korrodierte Aeternuskreuz erst noch die Oberfläche behandelt werden, damit der unverkennbare Korrosions-Effekt erzielt wird.

2. Gestaltung der Oberfläche: Korrodieren mit Essiglösung

In den darauffolgenden Arbeitsschritten geht es um die Bearbeitung des Stahls. Das Kreuz wird zunächst mittels Sandstrahltechnik behandelt, um es für den anschließenden Korrosions-Prozess aufzubereiten. Bei der Korrosion wird die Oberfläche des Metalls mithilfe bestimmter Stoffe einer chemischen Reaktion ausgesetzt, die sie angreift und farblich verändert.
Für das »Aeternus-Kreuz« arbeitet der Künstler mit einer Essiglösung und Wasser. Diese wird auf das vorbehandelte Metall aufgebracht und setzt den mehrere Wochen andauernden Korrosions-Prozess in Gang.

Korrosions-Abdrücke in der Fertigung

3. Kunst auf Büttenpapier: Anfertigen des Korrosions-Abdrucks

Unmittelbar nach der ersten Behandlung mit der Essiglösung wird das »Aeternus-Kreuz« auf starkes Büttenpapier gelegt und dort noch mehrmals täglich mit Wasser bearbeitet. Es bleibt die Wochen über auf dem Papier liegen, was bewirkt, dass die von der Stahl-Oberfläche abgelösten Bestandteile auf das Papier übergehen.
So entsteht der typisch rötliche Abdruck der Kreuzform an den Stellen, an denen das Metall mit dem Papier in Berührung kommt.

Der Künstler Hermann J Kassel im Exklusiv-Interview mit Vivat!

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