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Herkunft und Bedeutung des Goldschmucks

Alte amerikanische Kulturen im Museo del Oro in Bogota

Ihren Ursprung haben die hochwertigen präkolumbianischen Goldschmiedearbeiten in den frühen Hochkulturen Amerikas, welche bereits vor der Entdeckung durch Christoph Kolumbus in 1492 auf diesem Kontinent existierten. Als Ursprungsstätte meisterhafter Goldschmiedekunst gilt insbesondere das Land Kolumbien, das seinen Beinamen »Land des Goldes« aus dem Grund erhielt, weil prähispanische Objekte und Goldgegenstände dort in großer Vielzahl entdeckt wurden.

Meisterhaftes Kunsthandwerk

Für die zahlreichen präkolumbianischen Hochkulturen war Gold von solch wichtiger kultureller Bedeutung, dass sie das Kunsthandwerk des Goldschmiedens über die Jahrhunderte weiter entwickelten und immer mehr verfeinerten. Zu den wichtigsten Goldkulturen Kolumbiens zählen die Tairona, Sinú, Muisca, Quimbaya, Calima, Tolima und Nariño.

Meisterhaftes Kunsthandwerk Sowohl die Unterschiede in der Geografie jeder Region als auch die zeitlichen Abstände von bis zu mehreren Jahrhunderten spiegeln sich in der Vielfalt dieser verschiedenen Kulturen wider. Jede von ihnen zeichnete sich durch vielfältige Methoden der Herstellung und Verarbeitung ihres Goldschmuck aus.

Während sich mache Kulturen auf besondere Legierungen aus Platin, Gold und Silber spezialisierten, wandten andere wiederum die Tumbaga-Technik an, bei der Gold und Kupfer verwendet wurde. Motive bei der vielfältigen Verarbeitung variierten hierbei von Tiergestalten über Halbmonde bis hin zu zahlreichen Mustern, die besonders filigran eingearbeitet wurden.

Jede der unten genannten Kulturen hatte ihren ganz eigenen Stil:

  • Tairona Kultur: Schmetterlingsflügel-Stil
  • Sinu Kultur: Halbmond-Stil sowie Tiere wie Frösche, Seevögel und Jaguare
  • Muisca Kultur: weibliche Figuren
  • Quimbaya Kultur: stehende und sitzende Figuren sowie Tiere wie Frösche, Fische und Schildkröten
  • Calima Kultur: tierähnliche und maskierte Figuren sowie Colliers und Diademe aus Edelsteinen und Gold
  • Tumaco Kultur: abstrakter Stil mit geometrischen Objekten wie Kugeln und Spiralen

Kulturelle Bedeutung von Gold

Meisterhaftes Kunsthandwerk

Für viele präkolumbianische Hochkulturen hatte Gold aufgrund seiner Farbe und des Glanzes einen besonderen kulturellen Wert und diente als Symbol des Sonnenlichts und der Ewigkeit. Es wurde als Darstellungsform für den göttlichen Ursprung des Seins betrachtet und sollte dem Träger Gesundheit, Energie und Glück bringen.

Das Mattieren der Oberfläche des Goldes war eine verbreitete Technik dieser Hochkulturen bei der Verarbeitung zum Schmuck. Damit sollte die Kraft, die von diesem Edelmetall ausgeht den Schmuckträgern erhalten bleiben und nicht reflektiert werden.

Der zeremonielle Gebrauch von Gold war von großer Bedeutung: Verstorbenen wurde der Goldschmuck ins Grab beigelegt, damit es sie auf ihrem Weg zum Himmel begleitete. In manchen Hochkulturen wiederum wurden beispielsweise jedes Mal zahlreiche Opfergaben in naheliegende Seen und Lagunen dargebracht, wenn es einen neuen Anführer gab.

Fundstücke im Museo del Oro

Ein großer Teil der in Ruhestätten, Seen und Lagunen entdeckten Schmuckstücke befindet sich heute in staatlichem Besitz und wird im »Museo del Oro« in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá ausgestellt. In dem berühmten Museum liegen etwa 35 000 der bis zu 2 500 Jahre alten Schmuckstücke und Goldobjekte aus der präkolumbischen Ära und ziehen jährlich zahllose, faszinierte Besucher an.

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Über das Museo del oro in Bogota

Die Kollektion in Übersicht: