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Das Fotoprojekt »GENESIS«

Gottes Schöpfung durch Sebastião Salgados Linse betrachtet

Als einer der renommiertesten und meist respektierten Fotojournalisten unserer Zeit blickt Sebastião Salgado auf eine Karriere von mehr als 40 Jahren zurück, die durch sein soziales Engagement sowie den Umweltschutz geprägt wurde. Der 1944 geborene Brasilianer und promovierte Ökonom war ursprünglich als Verwaltungsangestellter tätig, ehe er sich auf das Gebiet der sozialdokumentarischen Fotografie wagte.

Eine Leidenschaft in Schwarz-Weiß

Erst mit 26 Jahren und als Autodidakt kam Sebastião Salgado zur Fotografie. Der Moment, in dem er zum ersten Mal einen Fotoapparat in der Hand hielt, veränderte ihn von Grund auf. Durch die Linse betrachtet, schien das Leben für ihn auf einmal einen völlig neuen Sinn zu ergeben. Seine neu entdeckte Leidenschaft erforderte jedoch erst noch Jahre der Arbeit und des Lernens, bevor Salgado seinen Lebensunterhalt mit der Fotografie verdienen konnte.

1973 machte er sich in Paris als Fotojournalist selbstständig und fasste in der Branche Fuß, sodass er in den darauffolgenden Jahren für größere Fotoagenturen wie Sygma, Gamma oder Magnum Photos tätig werden und sich einen Namen machen konnte. Bereits zu Beginn seiner Karriere schoss Salgado nur wenige Fotos in Farbe. Seine Vorliebe für Schwarz-Weiß-Bilder war damals schon offenbar. Das Fotografieren in Farbe gab Salgado schlussendlich auf, um sich ganz und gar dem »Chiaroscuro«, den Abstufungen und Schattierungen in der Schwarz-Weiß-Fotografie zu widmen.

Fotografie als Einsatz für Mensch und Natur

Sowohl sein Interesse an Natur und Umwelt als auch sein wacher Blick für komplexe sozioökonomische Verhältnisse, prägten seine Arbeit nachhaltig. Aus den zahlreichen Werken, die Salgado im Laufe seines Lebens geschaffen hat, stechen dabei drei Langzeitprojekte besonders hervor, welche sich diesen Themen widmen. Das Projekt »Workers« hält den allmählichen Verlust traditioneller Handwerksarbeit weltweit fest, während sich »Migrations« den immensen Wanderungsbewegungen widmet, die durch Kriege, Umweltkatastrophen sowie demografischen Wandel verursacht und angetrieben wurden.

Sebastiao Salgado mit seinem Bildband GENESIS
© TASCHEN Verlag
Seinem dritten und neuesten Werk gab Sebastião Salgado den Titel »GENESIS«. Dieses Projekt, für welches insgesamt acht Jahre intensiver Recherchearbeit und Reisetätigkeiten aufgewendet wurden, hat sich zum Ziel gesetzt, den Blick dafür zu öffnen, wie wertvoll die letzten unberührten Flecken auf unserer Erde sind. Mit »GENESIS« möchte Salgado daran erinnern, das Bestehende zu bewahren. Mit dem gleichnamigen Bildband werden dem Zuschauer atemberaubende Aufnahmen präsentiert, die ihm die belebte wie auch unbelebte Natur von einer faszinierenden Seite zeigen.

»GENESIS« entführt in archaische Vulkanlandschaften, in den brasilianischen Urwald oder die Antarktis und zeigt beeindruckende Bilder aus dem Tierreich wie auch von unwirklichen Landschaften. Der bemerkenswerte Bildband wurde geografisch in fünf verschiedene Kapitel unterteilt: »Im Süden des Planeten«, »Zufluchtsorte«, »Afrika«, »Nördliche Weiten« sowie »Amazonien und Pantanal«.

Ein Ehepaar setzt sich für die Umwelt ein

Ehepaar Salgado engagieren sich in ihrem Umweltprojekt »Instituto Terra«
© Ricardo Beliel

Gestaltet wurde der Bildband zum Projekt »GENESIS« von Sebastião Salgados Ehefrau Lélia Wanick Salgado, mit der Sebastião 1994 gemeinsam die Agentur »Amazonas images« gründete und die sein Werk exklusiv vertritt. Eine weitere Sache, die das Ehepaar Salgado vereint, ist ihre Liebe zur Umwelt und ihre im Jahre 1998 gegründete Non-Government-Organisation »Instituto Terra«. Das Umweltprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Entwicklung durch Erholung und Erhaltung von Waldflächen zu fördern sowie die Umweltbildung und die richtige Nutzung von natürlichen Ressourcen zu unterstützen.

Der Bildband GENESIS vom Fotografen Sebastiao Salgado
©TASCHEN Verlag

Auf diese Art unterstützt »Instituto Terra« sowohl die Aufforstung an der brasilianischen Atlantikküste als auch die ökologische Ausbildung der Landwirte. Sebastião Salgado ist zwar vielseitig interessiert – seine Hauptinteressen liegen dabei aber vorrangig beim Einsatz für Mensch und Umwelt.

Ob als Mitgründer einer Umweltorganisation, als Botschafter der UNICEF oder als Fotograf faszinierender Naturaufnahmen: Sebastião Salgados Appell, die Schöpfung zu wahren und zu schützen, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Schaffen, der sich sowohl mahnend als auch auf beeindruckende Art und Weise inspirierend erkennen lässt.

Entdecken Sie jetzt im Vivat!-Onlineshop den beeindruckenden »GENESIS-Bildband« zum Foto-Projekt sowie die dazugehörige »GENESIS-Posterbox« mit 16 verschiedene Posterdrucken.

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