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Heiliger Benno von Meißen bekommt eine eigene Ausstellung

Der sächsische Bischof und die Wirren der Reformation

Panorama der Albrechtsburg
Albrechtsburg Meissen

Die Ausstellung »Ein Schatz nicht von Gold. Benno von Meißen – Sachsens erster Heiliger« widmet sich ganz dem berühmten Meißener Bischof. Anlässlich des Reformationsjahres stellt sie sein Leben, seine Taten und Legenden  in den Kontext der Kirchen- und Kulturgeschichte Sachsens. Vom 12. Mai bis 5. November 2017 können Sie die Ausstellung auf der Albrechtsburg Meissen besuchen.

Internationale Leihgaben und spannende Hintergrundinfos

Die Ausstellung findet dort statt, wo Benno tatsächlich als Bischof tätig war: auf dem Meißner Burgberg. Um ihn möglichst authentisch darzustellen, wurden viele originale Leihgaben aus dem In- und Ausland zusammengetragen – sie werden zum Teil erstmals unter dieser Thematik zusammengeführt. Zu bestaunen sind etwa die Insignien Bennos, sein Bischofsstab und die als Bennoreliquie verehrte Mitra.

Plakat der Ausstellung
Ausstellungsplakat

Die multimedial konzipierte Ausstellung verspricht ein besonderes Erlebnis, das die historischen Objekte wie auch die Geschichten, die sich um den heiligen Benno ranken, lebendig werden lässt.

Was hat der heilige Benno mit der Reformation zu tun?

Benno von Meißen lebte zwar schon lange, bevor es Martin Luther und die Idee der Reformation gab (er starb zwischen 1105 und 1107) – trotzdem kreuzen sich ihre Wege. Weil er unter anderem zu Investiturstreit und Sachsenkrieg beherzt Stellung bezog, gab es ab dem 13. Jahrhundert einen regelrechten Benno-Kult. Dem Bischof wurden außerdem mehrere Wundertaten zugeschrieben. Dies mündete schließlich darin, dass im 16. Jahrhundert dem Wunsch Folge geleistet wurde, Benno heilig zu sprechen.

Flugblatt Luther
Flugschrift Luthers

Das gefiel Martin Luther, der sich generell gegen die Heiligenverehrung aussprach, gar nicht. Er verfasste deshalb die Flugschrift »Wider den neuen Abgott und alten Teufel, der zu Meißen soll erhoben werden«. Mit dem Einzug der Reformation in Meißen im Juli 1539 wurde auch Bennos Grab im Dom zerstört, seine Gebeine aber nach Bayern gerettet.

Das erklärt übrigens, weshalb der heilige Benno nicht nur Namensgeber einiger Institutionen in Sachsen ist, sondern auch Patron der Stadt München und des Landes Bayern. Die kulturhistorische Ausstellung »Ein Schatz nicht von Gold. Benno von Meißen – Sachsens erster Heiliger« bringt die wichtigsten Erinnerungsstücke nun erstmalig wieder am ursprünglichen Ort seines Wirkens zusammen.

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