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Glocken – Brauchtum und Entstehung

Glocken finden im sakralen Bereich spätestens seit Papst Stephan IV. im 8. Jahrhundert Verbreitung.

Ursprung

Glockengießer - GlockenDie Einführung der Glocken ins Christentum soll im 4. und 5. Jahrhundert stattgefunden haben. Sie wurde hierbei vermutlich von den Bischöfen Severus von Neapel, Paulinus von Nola und dem Kirchenvater Hieronymus im Gottesdienst eingeführt. Das Läuten als Ruf zum Gottesdienst wurde aber erst im Laufe des 5. und 6. Jahrhunderts bekannt und fand im 8. Jahrhundert durch irische Wandermönche eine weitreichendere Verbreitung. Spätestens seit Papst Stephan IV. im 8. Jahrhundert sind sie im kirchlichen Bereich fest verankert.

Funktionen von Glocken

Im kirchlichen Zusammenhang hatten bzw. haben Glocken verschiedene Funktionen:

  • als Schandglocke Verurteilten zur Hinrichtung
  • als Totenglocke zum Begräbnis
  • als Betglocke zum Zeichen beginnender Gottesdienste/Gebete
  • als Handglocken und Schellen, die zum Markieren bestimmter Stellen in der christichen Liturgie Verwendung finden (bspw. zum Läuten während des eucharistischen Hochgebets)

Durch ihre Verbreitung bekam die Glocke auch im Laufe der Zeit eine liturgische Funktion zugesprochen, welche besonders in der zeremoniellen Segnung (Glockenweihe) sowie durch Formen der Salbung (Glockentaufe) Ausdruck fand.
Aber auch außerhalb der kirchlichen Ordnung war die Glocke den Menschen dienlich, so unter anderem als Zeitgeber sowie als Sturmglocke, die vor nahender Gefahr und Unwetter warnte.

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