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Entwicklung der Ikonenverehrung

Ursprung und Entstehung der Ikonenverehrung

Auf das 6. Jahrhundert lässt sich die älteste erhaltene Ikone datieren. Durch den berühmten byzantinischen Bilderstreit im 8./9. Jahrhundert, infolgedessen eine Vielzahl an Ikonen zerstört wurde, sind aus früheren Zeiten leider nur noch sehr wenige Exemplare, meist aus abgelegenen Gegenden, vorhanden (besonders aus Griechenland, Makedonien, Russland, Rumänien und Zypern). Die Ikonen gelten als Mittler zwischen Diesseits und Jenseits, weshalb sie im Glauben der Menschen festverankert sind. Ihnen wird dabei auch eine gewisse Wunderwirkung zugeschrieben.

Byzantinischer Bilderstreit

Im 8./9. Jahrhundert kam es zum Byzantinischen Bilderstreit, welcher sich um grundsätzliche Frage der Bilderverehrung drehte. Dieser Byzantinische Bilderstreit wurde geführt von der damaligen orthodox-katholischen Kirche und dem byzantinischen Kaiserhaus. Beide Parteien wurden als Ikonoklasten (Ikonenzerstörer) und Ikonodulen (Ikonenverehrer) bezeichnet. So entschied erst das 5. Konzil von Konstantinopel die Bilderverehrung abzulehnen, um einer strengen Auslegung des 2. Gebotes im Judentum sowie der Kritik des Islam (jegliche Abbildung = Götzendienst) entgegenzukommen.

Dahingegen entschied das 2. Konzil von Nicäa im Jahr 787 hingegen, dass die Verehrung von Ikonen erlaubt sei. Entscheidend für den Sieg der Ikonenverehrer am Ende des Bilderstreites war die Theologie von Johannes von Damaskus, welcher das Bilderverbot nur für die Darstellung von Gott dem Vater gültig hielt, die Darstellung des menschgewordenen Gottes Jesus aber, wie alles Irdische, das als Gottes Schöpfung dessen Abbild darstellt, für den Glauben hilfreich erklärte.

Mit Ausnahme der Zeit des Bilderstreites trug sich die Überlieferung der Ikonenverehrung bis in unsere Zeit fort und wird in den Ostkirchen gepflegt.

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