Ein Unternehmen der Kirche.

Fidelis von Sigmaringen

24. April

Der heilige Fidelis (lateinisch »der Treue«) (eigentlich Markus Roy) wurde 1578 in Sigmaringen als Sohn des Bürgermeisters geboren. Er studierte und promovierte in Freiburg zum Doktor beider Rechte und war 1611/12 Gerichtsrat im Elsass, wobei er sich das Prädikat »Advokat der Armen« erwarb. 1612 wurde er zum Priester geweiht und trat in den Kapuzinerorden ein. Er widmete sich Buße und Gebet und predigte in der Zeit des 30-jährigen Krieges und konfessioneller Streitigkeiten im Elsass, der Schweiz und Vorarlberg. Der durch die Reisestrapazen Erkrankte unterschrieb schon damals seine Briefe mit »Bruder Fidelis, in Kürze eine Speise der Würmer«. 1621 wurde er Guardian des Klosters Feldkirch in Vorarlberg. Im selben Jahr begann die gewaltsame Rekatholisierung in Graubünden. Fidelis leitete die Mission für die Glaubensausbreitung in Rhätien. Am 24. April 1622 wurde er in Seewis von calvinistischen Bauern erschlagen.

Attribute:

Der heilige Fidelis wird im Kapuzinerhabit mit Palme, Lilie, Schwert und Keule dargestellt.

Er ist Patron des Erzbistums Freiburg i. Br., des Bistums Feldkirch, von Hohenzollern und Vorarlberg, ferner der Juristen, in Gerichtsangelegenheiten und für die Ausbreitung des Glaubens.