Ein Unternehmen der Kirche.

Franz von Paola

2. April

Der heilige Franz (ahdt. »frei, kühn«) von Paolo wurde 1436 (oder 1416?) als Franz Martotilla in Paola in Kalabrien/Italien geboren. Mit dreizehn Jahren kam er als Küchenjunge in ein Franziskanerkloster. Zwei Jahre später ging er in die Berge Kalabriens, um dort in einer Felshöhle in strenger Askese als Einsiedler zu leben. Bald folgten ihm andere. So gründete Franz den Orden der »Eremiten des heiligen Franz von Assisi«, auch Minimi (die Allergeringsten) oder Paulaner genannt. 1454 errichtete er ein Kloster. Weitere Klostergründungen folgten. Er besaß in hohem Maße die Gabe der Weissagung und die Wundergabe der Krankenheilung. Er machte Blinde sehend und erweckte sogar Tote zum Leben. Der todkranke französische König Ludwig XI. holte ihn an seinen Hof, und Franz blieb auf Wunsch des neuen Königs Karl VIII. in Frankreich. Über zwanzig Jahre lang diente er verschiedenen Königen als Berater. Die letzten Monate seines Lebens bereitete er sich in einer Zelle des Klosters Pléssislès-Tours auf seinen Tod vor. Er starb im hohen Alter von 91 Jahren am 2. April 1507 in Pléssislès-Tours.

Attribute:

Der heilige Franz von Paolo wird im schwarzen Ordenshabit mit dem Wort »Caritas«, als Asket mit Totenkopf und Geißel dargestellt oder auf seinem ausgebreiteten Mantel auf dem Meer stehend (auf dem er in Ermangelung eines Schiffes nach Sizilien gefahren sei).

Er ist Patron der Einsiedler, in Leiden, für Nachkommenschaft und gegen die Pest.