Ein Unternehmen der Kirche.

Isidor von Sevilla

4. April

Der heilige Isidor (griechisch »Geschenk der Göttin der Naturkraft [Isis]«) von Sevilla wurde um 560 in Cartagena als Kind einer vornehmen Familie geboren. Nach dem Tode seiner Eltern wurde er von seinem Bruder Leander von Sevilla erzogen und zum Priester geweiht. Bereits als Jugendlicher ging er ins Kloster und wurde schon mit 30 Jahren Abt. Er legte Wert auf Einhaltung der Ordensregeln und war den Wissenschaften sehr zugetan. Die Klosterbibliothek gehörte zu den berühmtesten ihrer Zeit. Nach Leanders Tod 600 übernahm er dessen Amt als Erzbischof von Sevilla. Auch in diesem Amt sorgte er sich um eine gute Ausbildung des Klerus. So richtete er Schulen mit Bibliotheken und Schreibstuben ein. Er verfasste zahlreiche Schriften, in denen er das gesamte weltliche und religiöse Wissen von der Antike bis zur damaligen Zeit zusammenzufassen versuchte. Über Jahrhunderte weg blieb sein zwanzigbändiges Handbuch ein vielbeachtetes Nachschlagewerk. Sein Verdienst ist die langsame Versöhnung der ibero-romanischen Bevölkerung mit den westgotischen Eroberern in der gemeinsamen katholischen Religion, welches die Grundlage für die Bildung des spanischen Nationalgefühls bildete. Der Nationalheilige Spaniens starb am 4. April 633 in Sevilla und wurde in seiner Kathedrale beigesetzt. Im Jahr 722 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben.

Attribute:

Der heilige Isidor von Sevilla wird als Bischof mit Buch und Feder dargestellt.

Er ist der Nationalheilige Spaniens und seit dem Jahre 2001 auch der Patron des Internets.