Ein Unternehmen der Kirche.

Johann Baptist de la Salle

7. April

Der heilige Johann (hebräisch »Gott ist gnädig«) Baptist de la Salle wurde 1651 in Reims als Kind einer adligen Juristenfamilie geboren. Nach seiner Weihe zum Priester 1678 wurde Johann Baptist zum Kanonikus der Kathedrale von Reims ernannt. Um das Leid der Kinder und Jugendlichen zu lindern, gründete er 1679 eine kostenlose Schule für Knaben. Die Lehrer nahm er in sein eigenes Haus auf, setzte sein Familienvermögen ein und verzichtete 1683 sogar auf seine Domherrenstelle. 1684 schloss er sich mit Gleichgesinnten zur »Genossenschaft der christlichen Schulbrüder« zusammen, die ihren Schülern ein "lebendiges" Christentum vermitteln wollten. Im Jahr darauf entstand in Reims eine Schule zur Ausbildung der Lehrkräfte, eines der ersten Institute dieser Art. In ganz Frankreich folgten nicht nur weitere Freischulen, Realschulen und Lehrerseminare, sondern auch Schulen für berufstätige Jugendliche. Johann Baptist war ein Bahnbrecher der modernen Erziehung. Statt Einzelunterricht wurde der Unterricht in Klassen eingeführt, statt Latein das Französische als Unterrichtssprache verwendet. Es gab Schulung der Arbeiter in ihren Berufen und die Prügelstrafe wurde verboten. Er gilt zu Recht als Begründer des französischen Volksschulwesens. Johann Baptist starb am 7. April 1719 in Rouen und wurde in der dortigen Saint-Sever-Kirche bestattet.

Attribute:

Der heilige Johann Baptist de la Salle wird als Priester mit Buch und Kinderschar dargestellt.

Er ist Patron des christlichen Unterrichts und Schutzpatron der Lehrer und Erzieher.