Ein Unternehmen der Kirche.

Katharina von Siena

29. April

Die heilige Katharina (griechisch »die Reine«) von Siena, eigentlich Caterina Benincasa, wurde um 1347 in Siena als 25. Kind einer Färberfamilie geboren. Mit sieben Jahren hatte sie ihre erste mystische Christusbegegnung. Achtzehnjährig wurde sie Dominikaner-Terziarin in Siena. Sie lebte in asketischer Strenge und pflegte mit äußerster Hingabe Kranke und Arme. Einem frierenden Bettler gab sie ihren Mantel. Kritisiert, dass es unschicklich sei, ohne Mantel auf die Straße zu gehen, antwortete sie: »Ich will mich lieber ohne Mantel als ohne Liebe finden lassen.« Immer mehr kam ihre seherische Begabung zum Vorschein. 1375 empfing sie die Stigmata, die bis zu ihrem Tode jedoch nur für sie selbst sichtbar waren. Ihre Briefe zeugen von ihrer mystischen Theologie. Sie wurde zur einflussreichen Beraterin von Fürsten und Päpsten, die viele Streitigkeiten (Rückkehr des Papstes von Avignon) beilegen konnte. Auf Wunsch des Papstes ging sie nach Rom. Dort starb sie nach monatelangem Siechtum am 29. April 1380 im Alter von nur 33 Jahren. 1970 wurde sie zur Kirchenlehrerin erhoben.

Attribute:

Die heilige Katharina von Siena wird als Dominikaner-Terziarin mit Buch, Lilie, Herz und Kruzifix, mit Wundmalen Jesu und Dornenkrone dargestellt.

Sie ist Patronin Italiens und zweite Patronin von Rom, ferner der Sterbenden und Wäscherinnen sowie gegen Kopfweh und Pest.