Ein Unternehmen der Kirche.

Lidwina

14. April

Die selige Lidwina [Lidwigis, Ludwina, Lidia] (ahdt.»Freundin des Volkes«) wurde 1380 in Schiedam bei Rotterdam als Tochter eines armen Nachtwächters geboren. Nachdem sie sich im Alter von fünfzehn Jahren beim Eislaufen eine Rippe gebrochen hatte, entwickelte sich bei ihr eine rätselhafte Krankheit: Aufbrechende und eiternde Geschwüre und krebsartige Wucherungen übersäten ihren Körper. Nur den Kopf und den linken Arm konnte sie bewegen, ein Auge war erblindet, feste Nahrung konnte sie nicht zu sich nehmen. Sie lernte ihre Krankheit anzunehmen, schließlich ertrug sie Leiden und Schmerzen, um so Christus ähnlicher zu werden. Ab dem zwanzigsten Jahr ihrer Krankheit lebte sie nur noch von der Heiligen Kommunion und wurde durch Visionen und mystische Entrückungen begnadigt. Je mehr diese wunderbaren Geschehnisse an die Öffentlichkeit drangen, desto zahlreicher wurden die Besucher, die die Kranke um ihren Rat und ihr Gebet baten. Am 14. April 1433 wurde sie von ihren Leiden erlöst. 1434 errichtete man ihr in der Pfarrkirche ein Grabmal mit der Schilderung ihrer Lebensgeschichte.

Attribute:

Die heilige Lidwina wird als junge Frau mit rosenbekränztem Haupt, in den Händen Kruzifix und Rosenkranz, dargestellt, auch mit blühendem Zweig.

Sie ist Patronin der Kranken und der Krankenseelsorge.