Ein Unternehmen der Kirche.

Papst Leo IX.

19. April

Der heilige Papst Leo IX. (lateinisch »Löwe«), eigentlich Bruno Graf von Egisheim und Dagsburg, wurde 1002 in Egisheim im Elsass geboren. Bereits 1026 wurde er Bischof von Toul. Als Bischof wurde er ein entschiedener Reformer im Sinne Clunys. 1048 wurde er von seinem Vetter, Kaiser Heinrich III., zum Papst designiert. Er leitete die Gregorianischen Reformen ein, bekämpfte Simonie und Priesterehe, berief zahlreiche Reformer nach Rom, organisierte die päpstliche Verwaltung neu und leitete zahlreiche Synoden. Während seiner Amtszeit bahnte sich die endgültigen Spaltung zwischen Rom und der Orthodoxen Kirche an. Sie wurde kurz vor seinem Tod durch die Exkommunikation des Patriarchen Cerularius von Konstantinopel besiegelt. Leo unternahm lange Visitationsreisen durch ganz Europa, restaurierte Klöster und weihte viele Kirchen, so auch in Augsburg und Regensburg. Er wollte im Volk präsent sein.

Eine Legende erzählt, wie er einen aussätzigen Bettler in sein eigenes Bett legte. Als Rom beim Angriff der Normannen 1053 unterlag, bot sich Leo den Siegern als Geisel an, wurde gefangen genommen und 1054 schwer krank wieder freigelassen. Er starb sechs Wochen später am 19. April 1054, nachdem er sich ans Grab des Petrus in Rom hatte tragen lassen, um dort seine letzten Stunden zu verbringen.

Attribute:

Der heilige Leo IX. wird als Papst mit Kirchenmodell und Aussätzigen dargestellt.

Er ist Patron der Musiker und Organisten.