Ein Unternehmen der Kirche.

Papst Martin I.

13. April

Der heilige Martin I. (lateinisch »der dem römischen Kriegsgott Mars Geweihte«) wurde um 600 in Todi/Umbrien geboren. Er war päpstlicher Gesandter am Kaiserhof in Konstantinopel. 649 wurde er zum Papst gewählt und ohne kaiserliche Bestätigung geweiht. Seinerzeit tobte ein heftiger theologischer Streit um die Irrlehre des Monotheletismus, nach der es in der Person Jesu nur einen göttlichen Willen, aber keinen menschlichen Willen gegeben hätte; damit wäre aber die wahre und volle Menschheit Jesu in Frage gestellt gewesen. Die Diskussion war so heftig, dass Kaiser Konstantin II., der die Einheit der Kirche und des Reiches angesichts drohender muslimischer Angriffe erhalten wollte, 648 jede weitere Diskussion verbot. Doch die Lateransynode im Jahr 649 in Rom unter Vorsitz von Papst Martin I. verurteilte das kaiserliche Dekret und den Monotheletismus. Auf Befehl des Kaisers wurde Martin 653 gefangen genommen und 654 nach Konstantinopel gebracht, wo er wegen Hochverrats zum Tod verurteilt wurde. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen zur Verbannung auf der Krim begnadigt, starb er 655 in Cherson. Noch zu seinen Lebzeiten wurde in Rom sein Nachfolger gewählt.

Attribute:

Der heilige Martin I. wird als Bischof oder Papst mit Tiara und Kreuzstab dargestellt.