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Petrus Kanisius

27. April

Der heilige Petrus (griechisch-lateinisch »Fels«), eigentlich Peter de Hondt, wurde 1521 in Nijmwegen/Niederlande als Sohn des Bürgermeisters geboren. Er studierte in Köln und trat 1543 als erster Deutscher in den Jesuitenorden ein. In vielen Teilen Deutschlands gründete er Jesuitenzentren. Er lehrte an Universitäten, darunter in Köln und Wien, wirkte als Prediger in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und Böhmen. Dreimal lehnte er die Würde des Bischofs von Wien ab, um weiter lehren zu können. Seit 1549 widmete er sich der Wiedergewinnung Deutschlands für den katholischen Glauben. Er nahm an Reichstagen und Religionsgesprächen teil. Sein bekanntestes Werk ist der »Deutsche Katechismus«, ein dreibändiges Werk für Schüler und Studenten, in dem in knapper Form der katholische Glaube vermittelt wird; das Buch erlebte in nur zehn Jahren 55 Auflagen in neun Sprachen. Nach Auseinandersetzungen mit seinem Nachfolger als Ordensprovinzial wurde Petrus 1580 nach Fribourg/Schweiz versetzt, wo er ein Kolleg gründete. Er starb dort am 21. Dezember 1597 und wurde 1925 zum Kirchenlehrer erhoben.

Attribute:

Der heilige Petrus Kanisius wird in Jesuitentracht mit Buch, Spruchband und Totenkopf dargestellt.

Er ist Patron des Bistums Innsbruck und der katholischen Schulorganisation in Deutschland.