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Vinzenz Ferrer

5. April

Der heilige Vinzenz (lateinisch »der Siegreiche«) Ferrer wurde um 1350 in Valencia/Spanien als Sohn eines Notars geboren. Als Siebzehnjähriger trat er in den Dominikanerorden ein, studierte Philosophie und Theologie und lehrte dann an der Domschule zu Valencia, wurde aber bald als Prediger an den Hof des spanischen Königs Ferdinand I. berufen. Seit Beginn des Abendländischen Schismas 1378 war die europäische Christenheit gespalten. Vinzenz stellte sich auf die Seite der in Avignon residierenden Gegenpäpste. Von 1399 bis 1409 reiste er als wortgewaltiger Bußprediger, persönlich von großer Opferbereitschaft und asketischer Lebensweise, durch Spanien, Südfrankreich, Norditalien und die Gegend um Genf in der Schweiz. Als er nach zehnjähriger Wanderschaft in seine Heimatstadt zurückkehrte, nahm er verschiedene Ämter seines Ordens wahr. Seit etwa 1412 schwenkte er allmählich zum rechtmäßigen Papst über. 1417 ging Vinzenz erneut auf Reisen, diesmal durch die Normandie und die Bretagne. Hier starb er 1419 in Vannes und wurde im dortigen Dom bestattet.

Attribute:

Der heilige Vinzenz Ferrer wird als Dominikaner mit Buch, Feuer in der Hand und Taufbecken dargestellt, manchmal auch als Bußprediger mit Flügeln oder Posaunen.

Er ist Patron von Valencia und Vannes, der Ziegelmacher, Holzarbeiter, Dachdecker und Bleigießer. Er wird bei Kopfschmerzen, Epilepsie und Fieber, bei Gefahr aller Art und für gute Heirat, Fruchtbarkeit und einen seligen Tod angerufen.