Ein Unternehmen der Kirche.

Bernhard von Clairvaux

20. August

Bernhard (ahdt. »der Bärenstarke), ein burgundischer Adliger, wurde 1090 geboren. Mit 30 Gleichgesinnten trat er 1112 in das Reformkloster Cîteaux (bei Dijon) der Zisterzienser ein. Hier wurde er 1115 beauftragt, zusammen mit zwölf Mönchen ein Kloster in Clairvaux zu gründen. Er leitete dieses als Abt und rief von hier aus weitere 69 Zisterzienserklöster ins Leben. Leidenschaftlich befasste er sich mit den großen Problemen seiner Zeit und wurde Berater von Päpsten, Fürsten und Prälaten. Papst Eugen III. (1145–1153), der zuvor Mönch in Clairvaux war, beauftragte ihn, zum zweiten Kreuzzug aufzurufen. Das tat er so beeindruckend, dass ihn sogar Leute gern zuhörten, die seine Sprache nicht verstanden. Bernhard starb am 20. August 1153.
Eine Legende erzählt: Im Dom in Frankfurt drängte sich eine große Menge um den Heiligen. Kaiser Heinrich II. stemmte Bernhard hoch, trug ihn in die nahe Marienkapelle und setzte ihn dort vor dem wundertätigen Gnadenbild nieder. Von diesem erscholl eine liebliche Stimme: »Willkommen, mein Bruder Bernhard!«

Attribute:

Bernhard wird dargestellt als Zisterzienserabt mit Bienenkorb, einem Teufel an der Kette und einem Hund, mit Maria und den Leidenswerkzeugen.

Der heilige Bernhard ist Patron der Imker und der Kerzenzieher; er wird angerufen bei Besessenheit und Dämonie, bei Tierplagen und Unwetter.