Ein Unternehmen der Kirche.

Ildefons Schuster

30. August

Der selige Ildefons Schuster, Sohn einer bayerisch-tirolischen Familie, wurde 1880 in Rom geboren und auf den Namen Alfred Alois getauft. Schon mit 18 Jahren trat er in die römische Benediktiner-Abtei St. Paul vor den Mauern ein und wurde hier 1904 zum Priester geweiht. Er machte sich einen Namen als Liturgiewissenschaftler und wurde 1908 Novizenmeister und 1918 Abt seines Klosters. Papst Pius XI. berief ihn 1929 zum Erzbischof von Mailand und verlieh ihm im gleichen Jahr die Würde eines Kardinals. Als Erzbischof von Mailand führte Ildefons Schuster soweit irgend möglich sein monastisches Leben weiter und wurde zu einem Großstadtapostel, der sich besonders für die Verbreitung der Katholischen Aktion einsetzte und einige Kirchen baute. Er versuchte im April 1945 vergeblich, Mussolini zur Kapitulation zu bewegen und so den Krieg um wenigstens ein paar Tage abzukürzen. Besondere Verdienste erwarb sich Kardinal Ildefons beim moralischen und materiellen Wiederaufbau seines Erzbistums nach dem 2. Weltkrieg. Er starb am 30. August 1954 in Rho bei Mailand und wurde am 12. Mai 1996 selig gesprochen.