Ein Unternehmen der Kirche.

Mechthild von Magdeburg

15. August

Mit Gertrud der Großen und Gertrud von Hackeborn gehört die selige Mechthild (ahdt. »mächtige Kämpferin«) von Magdeburg zu den drei bekannten Mystikerinnen des Zisterzienserinnenklosters Helfta bei Eisleben. Mechthild, geboren 1207 in einer adligen Familie, lebte als Begine in Magdeburg. Mit 12 Jahren soll sie ein besonderes Glaubenserlebnis gehabt haben, das sie »Gruß des Heiligen Geistes« nannte. Seither war ihr nichts wichtiger, als die ihr geschenkte Gottvertrautheit zu pflegen und leidenschaftlich nach größerer »Versenkung in Gottes Seligkeit« zu streben. Geistliche Führung suchte sie bei den Dominikanern. Seit 1250 schrieb sie ihre Erfahrungen in der ausdrucksstarken Sprache mittelalterlicher Liebeslyrik nieder. Sie nannte ihre Sammlung »Das fließende Licht der Gottheit«. Ihre teilweise scharfe Kritik an oberflächlicher Weltlichkeit von Klerus und Adel führte zu Auseinandersetzungen. 1270 ging Mechthild in das Kloster, wo sie 1282 oder 1294 starb.

Attribute:

Dargestellt wird Mechthild in Nonnentracht, ein Buch schreibend. Dabei trifft ein Gnadenstrahl ihr Herz.