Ein Unternehmen der Kirche.

Pius X.

21. August

Guiseppe Sarto, geboren 1835, wuchs in einer armen und kinderreichen Familie auf. Er wurde 1858 Priester. Mit Widerstreben nur nahm er die Ernennung zum Bischof von Mantua 1884 an. 1893 wurde er Patriarch von Venedig und Kardinal. Schweren Herzens nahm er die Wahl zum Papst 1903 als »sein Kreuz« an und gab sich den Namen Pius X. Er blieb als Papst, was er bisher gewesen war, ein Seelsorger vornehmlich der einfachen Leute, der alles in Christus zu erneuern suchte: Liturgie, Kirchenrecht und Bibelwissenschaft. Gegen zeitgenössische Irrlehren, wie Historismus und Evolutionismus, ging er mit ganzer Strenge vor. Er fasste sie zusammen unter dem Begriff »Modernismus« und forderte vom Klerus den so genannten »Antimodernisteneid«. Zu bedauern ist, dass unter dieses Schlagwort auch gute katholische Reformbemühungen fielen. Das beeinträchtigt aber nicht seine persönliche Güte und Lauterkeit. Als großer und frommer Beter empfahl er die häufige Kommunion und setzte das Zulassungsalter zum ersten Kommunionempfang herab. Den ersten Weltkrieg sah er heraufziehen, und so rief er die Menschheit zu einem Gebetskreuzzug gegen die drohende Gefahr auf. Er konnte ihn nicht verhindern und starb am 20. August 1914.

Attribute:

Pius X. wird dargestellt im weißen Papsttalar und Brustkreuz, selten als Bischof oder Kardinal.

Der heilige Pius X. ist Patron des Päpstlichen Werkes der Heiligen Kindheit und der Esperantisten.