Ein Unternehmen der Kirche.

Anno

5. Dezember

Der heilige Anno II. (althochdeutsch »der wie ein Adler herrscht«) war ab 1054 Propst in Goslar. Kaiser Heinrich III. bestellte ihn zum Vormund seines Sohnes Heinrich IV. Als solcher wurde er, den Heinrich III. kurz vor seinem Tod zum Erzbischof von Köln weihen ließ, auch Reichsverweser. Anno tat viel für sein großes Bistum, er gründete Klöster, Stifte und Pfarrkirchen. Armen gegenüber war er freigebig, denen, die sich gegen seine Herrschaft auflehnten, trat er mit großer Strenge entgegen. So schuf er sich zahlreiche Feinde. Er bekämpfte in seinem Bistum die Simonie, den Kauf geistlicher Ämter mit den damit verbundenen Pfründen, und jede Habgier des Klerus. Er selbst lebte in großer Armut. Des Kampfes müde zog er sich in seinen letzten Lebenswochen in die von ihm gegründete Abtei Siegburg zurück. Dort wurde er nach seinem Tode am 4. Dezember 1075 beigesetzt.

Eine Legende erzählt: Eines Nachts erschienen Anno die heiligen Märtyrer von Köln mit ihrem Anführer Gereon und forderten ihn auf, ihre zerstörte Kirche wiederherzustellen. Zur Sühne für dies bisher Versäumte züchtigten sie ihn mit Ruten. Umgehend veranlasste er den Neubau von St. Gereon. Unter dem alten Mosaikfußboden fand man die Gebeine der Märtyrer.

Attribute:

Der heilige Anno wird dargestellt als Bischof mit einem oder fünf Kirchenmodellen.

Der heilige Anno wird angerufen bei Gicht.