Ein Unternehmen der Kirche.

Agatha von Catania

5. Februar

Die heilige Agatha (griechisch »die Gute«) wurde in Catania auf Sizilien geboren.

Es heißt, sie war ein schönes Mädchen, um das der Statthalter warb, sie ihn jedoch zurückwies, da sie eine Braut Christi sei. Die Legende erzählt, dass der gekränkte Statthalter sie daraufhin in ein öffentliches Haus bringen ließ und nachher grausam marterte. In der Nacht wunderbar geheilt, wurde sie am folgenden Tag weiter gepeinigt, worauf sie im Kerker gestorben sei. Sie erlitt das Martyrium wahrscheinlich unter Kaiser Decius (249–251). Die Verehrung Agathas ist schon früh außerhalb Siziliens bezeugt.

Die Legende berichtet weiter, ein Jahr nach dem Tod der Märtyrin hätten die Lavamassen des Vulkans Ätna die Stadt Catania bedroht. Verzweifelte Einwohner hätten den Schleier der Agatha dem Lavastrom entgegen getragen, und dieser sei daraufhin zum Stillstand gekommen. Der Schleier wird seither in Catania als kostbare Reliquie aufbewahrt.

Attribute:

Die heilige Agatha wird häufig nach der Zeitmode gekleidet dargestellt, in den Marterszenen halbnackt, ihrer Brüste beraubt, diese abgeschnitten in der Hand oder auf einer Schüssel tragend, das Horn eines Einhorns als Symbol der Jungfräulichkeit haltend, mit Fackeln oder auf einem Scheiterhaufen liegend, mit Schere, Haken oder Zange zum Abschneiden oder Abreißen der Brust, mit gewundener Kerze. Auch mit brennendem Haus wird sie abgebildet.

Sie ist die Schutzpatronin Siziliens. Weiterhin ist sie Patronin der Ammen, Hirtinnen, Weber und Glockengießer und wird bei Krankheiten der Brüste, Hungersnot, Unwetter, Erdbeben, Feuergefahr und Unglück angerufen.