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Bonifatius von Lausanne

19. Februar

Der selige Bonifatius (lateinisch »Wohltäter«) von Lausanne wurde um 1180 als Sohn einer bürgerlichen Familie in Brüssel geboren. Nach seinem Studium in Paris war er zunächst Dekan in Ste-Gudule in Brüssel, von 1222 bis 1229 Magister in Paris und anschließend Domscholastiker in Köln. 1231 wurde er zum Bischof von Lausanne berufen, doch schon 1239 trat er wieder von diesem Amt zurück und diente fortan als Weihbischof. Besonders mühte er sich, die Gläubigen durch Wort und Beispiel zu unterrichten. 1245 gab Bonifatius die Exkommunikation Kaiser Friedrichs II. in seinem Bistum bekannt - Friedrich wurde schon 1227 und nochmals 1239 von Papst Gregor IX. nach kriegerischen Auseinandersetzungen gebannt und 1245 von Papst Innozenz IV. im Zuge des Machtkampfes zwischen Kirchenstaat und König für abgesetzt erklärt. Bonifatius wurde darauf aus seinem Bistum vertrieben und begab sich zurück in seine Heimat. Dort lebte er in der Nähe der Zisterzienserinnen-Abtei Ter Cameren (La Cambre, Mariä Kammern) bei Brüssel und unterrichtete die Nonnen. Hier starb er am 19. Februar 1265 und wurde im Chor der Klosterkirche beigesetzt.

Attribute:

Der selige Bonifatius wird im Bischofsornat oder Zisterzienserhabit dargestellt (obwohl er selbst nicht dem Zisterzienserorden angehörte).

Er wird bei Fieber angerufen und besonders im Zisterzienserorden verehrt.