Ein Unternehmen der Kirche.

Juliana von Nikodemien

16. Februar

Die heilige Juliana (lateinisch »aus dem Hause der Julier«), Tochter vornehmer Heiden in Nikomedien, nahm schon als Kind an den Versammlungen der Christen teil und bekannte sich nach ihrer Taufe als Christin. Als Kind wurde sie dem vornehmen Eleusius zur Ehe versprochen. Achtzehnjährig wollte Juliana ihn aber nur zum Mann nehmen, wenn er sich taufen lässt. Weder mit Schmeicheleien noch mit Schlägen konnte ihr Vater sie umstimmen. Als ihr Verlobter, inzwischen Statthalter, davon hörte, ließ er sie vor sich bringen. Auch hier bestand sie auf ihrer Forderung. Eleusius aber lehnte aus Angst vor der Verfolgung durch den Kaiser ab. Er ließ Juliana auspeitschen, an den Haaren aufhängen und ins Gefängnis werfen. Der Legende nach wurde sie dort vom Teufel in der Gestalt eines Engels versucht, ihrem Gott abzuschwören. Doch sie erkannte ihn und schlug ihn mit der Kette, mit der sie selbst angebunden war. Als man sie am nächsten Tag erneut vor den Richter brachte, waren all ihre Wunden geheilt, und sie führte den gefesselten Teufel hinter sich her. Viele Menschen wurden daraufhin bekehrt. Eleusius ließ sie erneut foltern und schließlich um 303 enthaupten.

Attribute:

Die heilige Juliana wird als Jungfrau mit einem geflügelten Teufel an der Kette, mit Buch, Palme und Schwert dargestellt.

Sie gilt als Helferin bei Entbindungen und Infektionskrankheiten.