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Rabanus Maurus

4. Februar

Der heilige R[h]abanus (althochdeutsch »Rabe« + lateinisch  »der Maure«) Maurus wurde 780 in Mainz geboren und trat mit 15 Jahren in das Benediktinerkloster Fulda ein. Bei seiner Ausbildung in Tours/Frankreich war der heilige Alkuin sein Lehrer. Dieser gab ihm auch den Namen Maurus, den Rabanus als zweiten Namen bei behielt. Nach Fulda zurückgekehrt, wurde er Lehrer an der Klosterschule, dann deren Leiter und 822 schließlich Abt des Klosters. Er war ein Mann mit universaler Bildung, ein großer Förderer des Bildungswesens in der Zeit Karls des Großen, daher sein Ehrenname »Lehrer Germaniens«/»Erster Lehrmeister Deutschlands«. Der gelehrte Theologe und Schriftsteller war auch ein bedeutender Dichter. Der Pfingsthymnus »Veni, Creator Spiritus« (»Komm, Schöpfer Geist«) wird ihm zugeschrieben. Seine Heiligkeit bestand nicht in außerordentlichen Dingen, sondern darin, dass er seine Zeit bis zum Äußersten ausnützte, in der Gegenwart lebte und anderen den Weg zu Gott zeigte. Unter seiner Regie wurde die Fuldaer Klosterschule zu einer der wichtigsten Bildungsstätten im Fränkischen Reich. Nach politischen Querelen legte er die Abtswürde nieder und zog sich zurück. Doch nur für ein paar Jahre, denn 847 berief ihn Ludwig der Deutsche zum Erzbischof von Mainz, wo er 856 starb.

Attribute:

Der heilige Rabanus Maurus wird als Bischof, Stab und Buch haltend, dargestellt.