Ein Unternehmen der Kirche.

Genofeva

3. Januar

Die heilige Genofeva (gallisch »Volk« + »Frau«) wurde um 422 auf einem Kleinbauernhof in Nanterre/Frankreich geboren. Als junge Frau trat sie in Paris in ein Kloster ein und widmete sich als »Engel der Barmherzigkeit« kranken und armen Menschen. Ihr Leben der Buße wurde durch mehrere Wunder ausgezeichnet. So soll ihre Fürbitte den Hunneneinfall in Paris, das damals noch Lutetia hieß, abgewendet haben. Sie gilt als Stifterin der Pariser Kirche St. Denis. Nach ihrem Tod am 3. Januar 502 ließ König Chlodwig I. über dem Grab der vom Volk hoch verehrten Frau, die ihm manchen guten Rat gegeben hatte, eine Kirche bauen. In der französischen Revolution wurden ihre Reliquien verbrannt und ihre Kirche zum »Pantheon«, einem Tempel zu Ehren aller Götter und als Begräbnisstätte großer Franzosen, umgewandelt.

Attribute:

Der Legende nach soll der Teufel ihre Kerze ausgeblasen haben, als sich Genofeva zur Vigilfeier in die Kirche begab. Daraufhin erschienen Engel und zündeten die Kerze wieder an. Daher wird Genofeva mit brennender Kerze, den Teufel zu ihren Füßen, dargestellt, häufig auch mit den Stadtschlüsseln von Paris sowie mit Hirschkuh oder Schafen.

Genofeva ist bis heute die Stadtpatronin von Paris, außerdem der Kerzenzieher, Hutmacher, Hirten und Weingärtner sowie der Frauen. Sie wird um Hilfe bei Augenleiden, bei Krieg, Pest und Trockenheit angerufen.