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Heinrich Seuse

23. Januar

Der selige Heinrich (althochdeutsch »der in seinem Besitztum Mächtige«) Seuse [Suso], genannt Amandus, geboren um 1295 in Konstanz oder Überlingen, trat in Konstanz in den Dominikanerorden ein und studierte an der Hochschule in Köln als Schüler von Meister Ekkehart. Nach 1326 kehrte er wieder in sein Konstanzer Kloster zurück und leitete lange Jahre als Lektor die wissenschaftliche Schulung seiner Mitbrüder. Vor allem aber war er als Prediger tätig. Zu Fuß durchwanderte er das Land von der Schweiz bis in die Niederlande. Seuse war sein Leben lang mit Visionen und Wundern begnadet. In seiner Schrift »Büchlein der Wahrheit« verteidigte er die Mystik seines Lehrers Ekkehart gegen dessen Gegner. Bis ins hohe Alter wurde er daher von übler Nachrede verfolgt und musste 1348 sein Kloster verlassen und nach Ulm ziehen, wo er am 25. Januar 1366 starb. Seuses »Büchlein der Ewigen Weisheit« ist bis in die Neuzeit hinein ein viel gelesenes Gebets- und Betrachtungsbuch.

Attribute:

Der selige Heinrich Seuse wird im Dominikanerhabit mit Griffel in der Hand, vor einem Baum, von dem das Jesuskind Blütenzweige auf ihn herab wirft, dargestellt, mit Kranz von Rosen um das Haupt, Monogramm des Namens Jesu, neben ihm ein Hund mit rotem Tuch oder Lilie im Maul.