Ein Unternehmen der Kirche.

Romedius

15. Januar

Der heilige Romedius (althochdeutsch »Ruhm« + »Besitz«) entstammt dem Grafengeschlecht von Thaur aus Hall im Inntal und soll in seiner Jugend noch den heiligen Vigilius, Bischof von Trient, gekannt haben. Trotz vornehmer Erziehung blieb er Analphabet und holte sich deshalb einen Geistlichen auf sein Anwesen, damit ihm dieser aus der Bibel und den Lebensbeschreibungen der Heiligen vorlese. Nach dem Tod seiner Eltern folgte er dem Ruf Gottes, der ihm auftrug, sein Leben der Ausbreitung und Sicherung des Christentums im Bistum seines inzwischen verstorbenen Freundes zu widmen. Er verschenkte seinen Besitz an die Armen und machte aus seinem Schloss eine klösterliche Niederlassung. Er selbst begab sich mit zwei Gefährten auf Pilgerreise, die ihn bis nach Rom zum Papst führte. Gemäß dessen Auftrag suchte und fand er die Gebeine der Märtyrer Sisinus, Martyrus und Alexander, die im Jahre 397 bei Trient erschlagen wurden, und bestattete sie in Sanzeno. Schließlich zog er sich mit seinen Begleitern in die Wildnis bei Tavon am Nonsberg/Südtirol zurück, wo er viele Jahre als Einsiedler lebte. Er widmete sich der Buße und dem Gebet und half zusammen mit seinen Gefährten den Einwohnern der Gegend bei Krankheit und Not. Verehrt und geliebt von der Bevölkerung starb er hier um 450.

Attribute:

Dargestellt wird der heilige Romedius im Einsiedler- oder Pilgerkleid auf einem Bären sitzend, mit Pilgerstab in der Hand.