Ein Unternehmen der Kirche.

Severin von Norikum

8. Januar

Der heilige Severin (lateinisch »der Gestrenge«) von Norikum wurde um 410 wahrscheinlich in Nordafrika geboren. Er lebte zunächst als Mönch im Orient. Nach dem Tode des Hunnenkönigs Attila (453) kam er im Zuge der Völkerwanderung in die römische Provinz Norikum, das Gebiet südlich der Donau im heutigen Österreich. Er war eine starke Persönlichkeit, ein Mann der Tat und des Glaubens. Immer wieder verließ er sein geliebtes Kloster, um der Bevölkerung von Norikum zu helfen, die unter dem Ansturm der Germanen zu leiden hatte, welche im Römischen Reich neue Wohnstätten suchten. Mit groß angelegten Hilfsaktionen wurde er zum Retter der notleidenden Bevölkerung. Als Stützpunkte für seine Tätigkeit gründete er klösterliche Niederlassungen in Passau-Innvorstadt, Lorch/Enns und Mautern bei Krems an der Donau. Er selbst führte ein ärmliches und anspruchsloses Leben. Durch sein unermüdliches Wirken erreichte er Religionsfrieden zwischen Katholiken und Arianern. Am 8. Januar 482 starb er in seinem Kloster in Mautern.

Attribute:

Der heilige Severin von Norikum wird als Pilger mit Buch oder Abtstab dargestellt, mit Kruzifix in der Rechten, dem Volke predigend oder an einem Grabmahl betend.

Er ist Patron der Leinweber, Winzer, Gefangenen und wird in Hungersnot angerufen. Er gilt als Apostel von Norikum und ist zweiter Diözesenpatron des Bistums Linz.