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Thomas von Aquin

28. Januar

Der heilige Thomas (hebräisch »Zwilling«) von Aquin wurde um 1225 auf Burg Roccasecca in der Grafschaft Aquin bei Neapel geboren und entstammt dem lombardischen Adel. Fünfjährig wurde er zur Erziehung in das Kloster Monte Cassino geschickt. Später studierte er an der Universität in Neapel. Mit 20 wurde er gegen den Willen seiner Eltern Dominikaner. Von seinen Angehörigen deshalb unter Hausarrest gestellt, erlangte er 1245 seine Freiheit wieder und ging zum Studium nach Paris. Hier war er Schüler Alberts des Großen (Albertus Magnus), dem er 1248 nach Köln folgte. Um das Jahr 1248 empfing er die Priesterweihe. Bis zu seinem Tode auf der Reise zum II. Konzil von Lyon 1274 lebte er abwechselnd in Paris und Italien. Er ist der bedeutendste kirchliche Philosoph und Theologe des Mittelalters. Seine Erkenntnisse legte er in zahlreichen Werken nieder. Er schuf die Fronleichnamsliturgie sowie zahlreiche Hymnen. Im Jahr 1567 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben.

Attribute:

Der heilige Thomas von Aquin wird als Dominikaner dargestellt, mit Federkiel und Buch, mit Sonne oder Edelstein auf der Brust, mit der Heilige-Geist-Taube, mit Monstranz sowie Mitra und Bischofsstab zu seinen Füßen, oft mit Flügeln (»Doctor angelicus«).

Er ist Patron der katholischen Wissenschaft und der katholischen Hochschulen, der Buchhändler und Bleistiftfabrikanten, ferner der Keuschheit und wird bei Blitz, Unwetter und Sturm angerufen.