Ein Unternehmen der Kirche.

Laurentius von Brindisi

21. Juli

Der heilige Laurentius (lateinisch »der Lorbeer-Gekrönte«) wurde 1559 in Brindisi/Süditalien geboren. Er trat 1575 in den Orden der Kapuziner ein, studierte in Padua und Venedig und vertiefte sich besonders in das Studium der Heiligen Schrift. 1582 empfing er die Priesterweihe. Er fiel durch sein vorbildliches Leben, seine Gelehrsamkeit und seine hervorragenden Predigten im Orden auf, wurde zum Guardian und später zum Provinzial seines Ordens gewählt. Von 1602 bis 1605 leitete er die Kapuziner als ihr Ordensgeneral. Als solcher führte er seinen Orden in Österreich, Böhmen, Tirol und Bayern ein. Laurentius übte einen starken Einfluss auf die Religionspolitik der katholischen Fürsten aus und setzte sich theologisch mit dem Protestantismus auseinander. Auch begleitete er die kaiserlischen Truppen in den Kampf gegen die Türken und spendete den Soldaten geistlichen Beistand. Daher trug Laurentius maßgeblich zum Sieg bei Stuhlweißenburg in Ungarn bei, der den Vormarsch der Türken wenigstens vorübergehend zum Erliegen brachte. Während einer seiner vielen diplomatischen Missionen starb Laurentius von Brindisi an seinem 60. Geburtstag am 22. Juli 1619 in Lissabon. Papst Johannes XXIII. verlieh ihm 1959 den Titel »Kirchenlehrer«.

Attribute:

Dargestellt wird Laurentius im Kapuzinergewand, mit Buch und Schreibfeder, mit dem Jesuskind und Engeln.