Ein Unternehmen der Kirche.

Sigisbert und Placidus

12. Juli

Sigisbert (ahdt. »durch Sieg bekannt«) war vermutlich ein Schüler des heiligen Columban. Er kam über Gallien nach Bregenz am Bodensee. Eine erste christliche Niederlassung gründete er bei Andermatt. Später drang Sigisbert rheinaufwärts weiter ins Gebirge vor und errichtete in Disentis ein Mutter-Gottes-Kirchlein und für sich eine Zelle, aus der sich später ein Kloster entwickelte. Unterstützt wurde Sigisbert dabei von dem von ihm bekehrten, reich begüterten Placidus (lat. »der Sanftmütige«). Viktor, der Herr von Chur, wollte den christlichen Einfluss in seinem Land verhindern und ließ deshalb Placidus ermorden. Sigisbert bestattete ihn bei seiner Zelle und wurde nach seinem Tod Anfang des 8. Jahrhunderts neben ihm begraben.
Die Legende erzählt: Dem Placidus wurde auf Befehl Viktors der Kopf abgeschlagen. Er wickelte ihn in ein Tuch und kehrte so zu Sigisbert zurück. Dort brach er tot zusammen.

Attribute:

Sigisbert wird als Benediktinermönch mit Wanderstab und Pilgertasche dargestellt, Placidus in vornehmer Kleidung mit Schwert und Palme, seinen Kopf in den Händen tragend.

Beide Heilige sind Patrone des Schweizer Oberlandes.