Ein Unternehmen der Kirche.

Adalbert

20. Juni

Der heilige Adalbert (ahdt. »von glänzender Abstammung«) stammte aus Lothringen, er war gebildet und gewissenhaft und in verschiedenen Kanzleien des Kaisers Otto I. tätig. Im Jahr 959 trat er als Mönch in das Reformkloster St. Maximin in Trier ein, wo er eine geistliche Ausbildung erhielt. 961 ging Adalbert als Missionsbischof nach Russland in die Gegend von Kiew, kehrte aber ohne nennenswerten Erfolg bereits 962 ernüchtert zurück. Kaiser Otto I. ernannte ihn 966 zum Abt von Weißenburg und im Jahr 968 schließlich zum Bischof des neuen Erzbistums Magdeburg, welches damals an der Grenze zum Slawenland lag. Hier wimdete er sich mit viel Fleiß dem Aufbau und der Organisation des neuen Bistums sowie der Missionierung der Sorben und anderer slawischer Volksstämme. Berühmt wurde die von ihm gegründete Magdeburger Domschule. Sie wurde zum Ausgangspunkt für eine leidenschaftliche, trotzdem aber friedliche Ostmission. Auf der Rückreise von einem Besuch in Merseburg starb der heilige Adalbert am 20. Juni 981 in Zscherben und wurde vor dem Kreuzaltar des Magdeburger Domes bestattet.