Ein Unternehmen der Kirche.

Benno

16. Juni

Der heilige Benno (ahdt. »der Bärenharte«) entstammt einem sächsischen Adelsgeschlecht und war Stiftsherr in Goslar. 1066 wurde er Bischof von Meißen und als solcher Apostel der Wenden. Da er sich im Investiturstreit auf die Seite des Papstes und gegen Kaiser Heinrich IV. stellte, wurde er 1085 von diesem abgesetzt und in die Verbannung geschickt. Drei Jahre später konnte er die Leitung seines Bistums wieder übernehmen. Der Bischof erwarb sich Verdienste durch den geistlichen und wirtschaftlichen Aufbau seines Bistums. Er starb am 16. Juni 1106. Seine Gebeine kamen 1556 in die Münchener Frauenkirche.

Die Legende berichtet: Als der heilige Benno in die Verbannung und nach Rom zum Papst ging, gab er zwei Domherren die Domschlüssel mit dem Auftrag, sobald der Kaiser Heinrich IV. gebannt sei, den Dom zu verschließen und die Schlüssel in die Elbe zu werfen. Unerkannt kehrte Benno drei Jahre später nach Meißen zurück und aß in einer Gaststätte. In dem ihm aufgetragenen Fisch fand man die beiden Domschlüssel, man erkannte den Bischof und nahm ihn freudig auf.

Attribute:

Benno wird als Bischof mit einem Fisch, der zwei Schlüssel im Maul hält, dargestellt.

Der heilige Benno ist der Patron des Bistums Dresden-Meißen, der altbayerischen Landesteile und der Stadt München sowie der Fischer und Tuchmacher. Er wird angerufen für Regen und gegen Unwetter.