Ein Unternehmen der Kirche.

Romuald

19. Juni

Der heilige Romuald (ahdt. »ruhmvoll Herrschender«) wurde in der lombardischen Herzogsfamilie der Onestium 952 bei Ravenna geboren. Nach einer stürmischen Jugend wurde er mit zwanzig Jahren Zeuge, wie sein Vater bei einem Zweikampf einen verwandten Adligen erschlug. Romuald trat daraufhin um 972 in das Kloster S. Apollinare in Classe bei Ravenna ein. Die Zucht in diesem Kloster war für seinen Bußeifer nicht streng genug. Darum verließ er es um 975 und lebte bei dem Eremiten Marinus. Mit diesem und dem Dogen Pietro Orseolo siedelte er sich 978 in Cuxá/ französische Pyrenäen an und gründete dort eine Eremitengemeinschaft. 988 kehrte er nach Italien zurück, zog predigend durch das Land und gründete 1012 in Mittelitalien das Kloster Camaldoli, in welchem eine Mönchsgemeinschaft die eremitischen Ideale mit der benediktinischen Regel verband. Es wurde zum Stammkloster des strengen Ordens der Kamaldulenser. Der heilige Romuald übte einen bedeutenden Einfluss auf seine Zeit aus. Er stand in Verbindung mit Kaiser Otto III. und Brun von Querfurt. Er starb am 19. Juni 1027 in Val di Castro.

Attribute:

Der heilige Romuald wird als Einsiedler oder im weißen Kamaldulenserhabit dargestellt mit Himmelsleiter, Buch und Totenschädel, bisweilen mit einem Engel, der den Teufel vertreibt.