Ein Unternehmen der Kirche.

Bruno von Querfurt

9. März

Der heilige Bruno [Brun] (althochdeutsch »Bär«) von Querfurt, 974 in Querfurt bei Halle geboren, entstammt dem sächsischen Hochadel. Er war Domschüler und dann Kanoniker in Magdeburg. Als Hofkaplan begleitete er 996 Kaiser Otto III. auf der Reise zur Kaiserkrönung nach Rom. Er blieb dort und trat ins Kloster St. Bonifatius auf dem Aventin ein. Mit Abt Romuald ging er in eine Einsiedelei bei Ravenna. Auf Wunsch von Otto III. beauftragte ihn Papst Silvester II. mit der Missionierung der Slawen und ernannte ihn zum Erzbischof von Magdeburg. Da Ottos Nachfolger, Heinrich II., jedoch Krieg gegen Polen führte, missionierte Bruno zunächst – wenig erfolgreich – in Ungarn. Nachdem Ungarn an der Seite Deutschlands in den Krieg gegen Polen eintrat, sah Bruno die Chance, seinen ursprünglichen Auftrag zu erfüllen. Als er vom Osten her nach Polen reisen wollte, lernte er den Großfürsten von Kiew kennen und missionierte ab 1007 zunächst in Westrussland. Erst 1008 kam er nach Polen. Er wandte sich dann – wieder erfolglos – der Mission unter den Pruzzen zu. Auf dem Weg zurück nach Russland wurde er zusammen mit 18 Gefährten bei Braunsberg von heidnischen Preußen erschlagen.

Attribute:

Der heilige Bruno wird auf einem Esel reitend mit Reisesack dargestellt oder als Märtyrer, mit abgeschlagenen Händen und Füßen.

Er ist Patron Preußens.