Ein Unternehmen der Kirche.

Cyrill von Jerusalem

18. März

Der heilige Cyrill wurde um 313 in Jerusalem als Sohn einer christlichen Familie geboren. Der sehr gebildete Priester und gute Prediger wurde 348/350 zum Bischof von Jerusalem ernannt. Wie viele Bischöfe und Theologen seiner Zeit wurde auch er in die Streitigkeiten um den Arianismus hineingezogen. Glaubensstreitigkeiten waren oft das Feigenblatt für Machtpolitik: Akazius, Bischof von Cäsarea, bezichtigte Cyrill der Ketzerei und der Unterschlagung von Kirchengütern, um Armen zu helfen. Cyrill wurde verbannt und verbrachte fast die Hälfte seines Episkopates im Exil. Erst 378 konnte er endgültig aus der Verbannung zurückkehren. Von Cyrill sind 24 große Ansprachen erhalten, die er den Taufbewerbern gehalten hat; sie gehören zu den wichtigen frühchristlichen Zeugnissen über Taufe und Abendmahl. Cyrill gebrauchte dabei erstmals den Begriff der »Wandlung« der Elemente beim Abendmahl. Cyrill starb am 18. März 386. Er wird in der Ostkirche als Kirchenvater verehrt. 1883 wurde er von Papst Leo XIII. zum Kirchenlehrer erhoben.

Attribute:

Der heilige Cyrill wird mit einem Geldbeutel dargestellt, Almosen spendend.