Ein Unternehmen der Kirche.

Josef

19. März

Über den heiligen Josef (hebräisch »[Gott] möge hinzufügen«) wissen wir nur, was uns die Evangelien erzählen. Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria, entstammt dem Hause Davids und wurde in Nazaret geboren. Er war nicht reich und verdiente als Zimmermann sein Brot. Im Alter von etwa 20 Jahren verlobte er sich mit Maria, die etwa 13 Jahre alt war. Die beiden waren noch nicht verheiratet, als Josef erfuhr, dass Maria ein Kind erwartete. Er wollte sie daraufhin verlassen, doch im Traum über das Geheimnis unterrichtet, führte er Maria heim, ohne die eheliche Gemeinschaft mit ihr aufzunehmen. Nach der Geburt des Kindes, dem er den Namen Jesus gab und der Darstellung im Tempel floh die Familie mit dem Kind nach Ägypten. Erst nach dem Tode von König Herodes dem Großen ließ er sich in seiner Heimatstadt Nazaret nieder. Als bei einer Osterwallfahrt nach Jerusalem der zwölfjährige Jesus verschwand, suchte ihn Josef zusammen mit Maria drei Tage, bis er ihn im Tempel bei den Schriftgelehrten fand. Wahrscheinlich starb er, noch bevor Jesus zu predigen begann.

Attribute:

Der heilige Josef wird dargestellt mit Zimmermannsgeräten, Wanderstab und Lilie. Zahlreiche Künstler haben ihn als alten Mann abgebildet, obwohl er noch jung war, als er sich mit Maria verlobte.

Seit 1870 ist er der Schutzpatron der katholischen Kirche und zweiter Patron des Erzbistums Köln sowie von Böhmen, Bayern und Österreich, weiterhin Patron zahlreicher Bruderschaften und Vereine. Er ist der Patron der Arbeiter, Handwerker, Schreiner und Zimmerleute, der Familien, der Reisenden sowie für eine gute Sterbestunde. Er wird in verzweifelter Lage und in Wohnungsnöten angerufen.