Ein Unternehmen der Kirche.

Mechthild

31. Mai

Die selige Mechthild (ahdt. »machtvolle Kämpferin«), geboren 1125, war die Tochter des Grafen Berthold II. von Andechs/Bayern und somit eine Verwandte der heiligen Hedwig und der heiligen Elisabeth. Als Fünfjährige kam sie zur Erziehung in das Kanonissenstift St. Stephan in Diessen/Ammersee. Hier trat sie später als Chorfrau ein und wurde bald als Magistra Verwalterin des Stiftes und Leiterin der Stiftsschule. Sie zeigte großes pädagogisches Talent. Mit 28 Jahren wurde sie zur Äbtissin des heruntergewirtschafteten Frauenstiftes Edelstetten bei Krumbach/Schwaben berufen. Nur auf Drängen des Bischofs von Augsburg und des Papstes Anastasius IV. nahm sie 1154 dieses schwere Amt an. Es gelang ihr, die wirtschaftliche Lage des Stiftes zu konsolidieren, eine grundlegende geistliche Reform der Stiftsfrauen aber gelang ihr trotz ihres guten Beispieles, ihrer Bescheidenheit und Bußgesinnung zu ihrem großen Kummer nicht. Doch die Leute der Umgebung suchten bei der frommen Frau Rat und Hilfe. Von verschiedenen Wundern wird berichtet: sie heilte Besessene, verhalf Stummen zur Sprache und heilte eine erblindete Schwester. An ihrem Lebensende kehrte sie in ihr geliebtes Kloster Diessen zurück und starb dort am 31. Mai 1160.

Attribute:

Die selige Mechthild wird dargestellt als Äbtissin mit Kelch und Hostien.

Die selige Mechthild wird bei Augenleiden, Kopfschmerzen und Gewitterschäden angerufen.