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Bernhard Lichtenberg

5. November

Der selige Bernhard Lichtenberg, geboren 1875 in Ohlau an der Oder, wurde 1899 zum Priester geweiht, 1913 Pfarrer von Herz-Jesu in Berlin-Charlottenburg, 1931 Dompfarrer und 1938 Dompropst an St. Hedwig in Berlin. In der Zeit des Nationalsozialismus, als ihm die Errichtung der KZ und das Unrecht, das in ihnen geschah, bekannt wurde, betete er öffentlich, obwohl ihm die damit für ihn verbundene Gefahr bewusst war, für die Juden, die Nichtarier und die anderen Häftlinge in den KZ und rief zum Gebet für sie auf.

So wurde Bernhard Lichtenberg 1941 verhaftet und 1942 wegen seines Vergehens gegen das Heimtückegesetz und den Kanzelparagraphen zu Gefängnishaft verurteilt. Geistig ungebrochen, aber körperlich krank und leidend, ertrug er diese schwere Zeit. Ende 1943 sollte er in das KZ Dachau überstellt werden. Unterwegs, offensichtlich dem Tode nahe, brachte man ihn am 3. November 1943 in Hof in ein Krankenhaus, in welchem er am 5. November starb. Papst Johannes Paul II. sprach den mutigen Großstadtseelsorger am 23. Juni 1996 in Berlin selig.

Orte:

Ohlau (Schlesien), Berlin