Ein Unternehmen der Kirche.

Cäcilia

22. November

Über die heilige Cäcilia (lateinisch »Frau aus dem römischen Geschlecht der Cäcilier«) sind nur wenige historisch einigermaßen verlässliche Nachrichten überliefert. Cäcilia soll eine vornehme christliche Römerin gewesen sein, die ihren Verlobten Valerian und dessen Bruder Tiburtius bekehrt hatte. Beide starben als Märtyrer. Sie selbst, die angesichts ihres Martyriums allen Reichtum an die Armen verschenkt hatte, sollte im Caldarium, der antiken Thermenanlage in der Nähe ihrer Villa (oder der ihres Verlobten) erstickt werden. Da sie das Caldarium aber heil überstand, wurde sie mit dem Schwert getötet. Im 5. Jahrhundert errichtete man über ihrem Haus eine Kirche, die im 9. Jahrhundert erneuert wurde. Mancher vermutet auch, bei der Kirche könnte es sich um eine Stiftung der heiligen Cäcilia handeln. Als man bei einer Restaurierung der Kirche 1599 eine vermauerte Gruft öffnete, fand man den unverwesten Leichnam einer jungen Frau, bekleidet mit einem kostbaren Gewand, welches Blutspuren aufwies, und blutgetränkten Tüchern zu ihren Füßen. Ihr Hals zeigte eine tiefe, wohl von einem Schwert verursachte Wunde.

Attribute:

Die heilige Cäcilia wird dargestellt als vornehme römische Jungfrau, mit Schwert und Halswunde sowie mit einer kleinen Handorgel oder einem anderen Musikinstrument, mitunter auch mit ihrem Verlobten und mit einem Engel.

Patron für:

Die heilige Cäcilia ist Patronin der Kirchenmusik, der Organisten, Orgelbauer und Instrumentenmacher, der Kirchenchöre, Sänger, Musiker und Dichter.