Ein Unternehmen der Kirche.

Karl Borromäus

4. November

Der heilige Karl (althochdeutsch »freier Mann«) Borromäus, geboren 1538, studierte Rechtswissenschaft und wurde danach Geheimsekretär seines Onkels, des Papstes Pius IV. Dieser erhob ihn 1560 zum Administrator des Erzbistums Mailand. 1563 empfing Karl Borromäus die Priester- und die Bischofsweihe. In seinem hohen Amt blieb er wie bisher ein unermüdlicher Arbeiter und Beter, dem es nicht um sich, sondern um die Sache Gottes und um die Kirche ging.

Karl wurde ein Vorbild für ganz Europa bei der Umsetzung der pastoralen Beschlüsse des Konzils von Trient (1562/63). Dafür rief er Bistumssynoden ein, unternahm Visitationsreisen und gründete Priesterseminare und andere Institute, um den Ausbildungsstand des Klerus zu heben. Er sorgte sich um Hilfe für die Kranken und Armen und setzte sich besonders im Pestjahr 1576 rastlos für sie ein. Daher war er im Volk sehr beliebt. Er starb, erst 46 Jahre alt, am 3. November 1584. In der Heiligsprechungsbulle von 1610 wird Karl Borromäus Märtyrer der Liebe, leuchtendes Beispiel für Hirten und Herde sowie ein Engel in Menschengestalt genannt.

Attribute:

Der heilige Karl Borromäus wird als Bischof oder Kardinal mit Kreuz, Geißel, Strick und mit Pestkranken dargestellt.

Patron für:

Der heilige Karl Borromäus ist Patron des Bistums Lugano, der Universitäten, der Seelsorger und der Priesterseminare. Er wird gegen die Pest angerufen.

Orte:

Mailand