Ein Unternehmen der Kirche.

Karl Lampert

13. November

Karl (althochdeutsch »freier Mann«) Lampert, ein Priester aus Vorarlberg, geboren 1894, empfing 1918 die Priesterweihe und wurde 1930 Provikar der Apostolischen Administration Innsbruck. Als Gegner des Nationalsozialismus und des »Anschlusses« von Österreich wurde er mehrfach kurzzeitig von der Gestapo in »Schutzhaft« genommen und schließlich 1940 in das KZ Dachau eingeliefert. Er wurde nach einem Jahr entlassen unter der Bedingung, sich nur in dem Gebiet von Mecklenburg-Pommern aufzuhalten. Seine neue Heimat und Wirkungsstätte wurde das Pfarrhaus von Stettin. Doch aufgrund einer Verleumdung durch einen Spitzel wurde er von hier zusammen mit dem Kaplan Herbert Simoleit und dem Oblatenpater Friedrich Lorenz verhaftet. In einem Schauprozess am 13. November 1944 in Halle wurden die drei Priester zum Tode verurteilt und mit dem Fallbeil hingerichtet. Lampert war der ranghöchste Geistliche Österreichs, der unter dem Hitler-Regime seiner religiösen Überzeugung wegen das Leben lassen musste.