Ein Unternehmen der Kirche.

Ägidius

1. September

Der heilige Ägidius (griechisch »Schildträger«), im Französischen St. Gilles, lebte im 8. Jahrhundert an der Rhonemündung als Einsiedler und gründete dort ein Kloster. Nach seinem Tod wurde die Klosterkirche mit seinem Grab zu einer viel besuchten Wallfahrtsstätte. Ägidius ist einer der 14 Nothelfer.

Die Legende erzählt: Eine Hirschkuh ernährte den Einsiedler zeitweise mit ihrer Milch. Als der Gotenkönig mit seinem Gefolge in der Gegend jagte, sahen sie die prächtige Hirschkuh und ließen die Hunde los, sie zu stellen. Diese floh in ihrer Not zu dem Einsiedler. Auf dessen Gebet hin kamen die Hunde nicht weiter als einen Steinwurf an das Gebüsch heran, in welchem sich der Eingang zur Höhle des Ägidius befand, dann stürzten sie mit Geheul davon. Der König, einen Zauber befürchtend, ging mit dem Bischof an den Ort. Ein Jäger, der etwas zurück blieb, wollte auf die Hirschkuh einen Pfeil schießen, traf aber damit Ägidius. König und Bischof drangen durch das Gebüsch und fanden das Tier und den verwundeten Einsiedler.

Attribute:

Ägidius wird abgebildet als Abt mit Hirschkuh und Pfeil.

Der Nothelfer ist Patron der stillenden Mütter und wird angerufen gegen Fallsucht, Geisteskrankheit, Unfruchtbarkeit, Dürre, Feuer, in geistlicher Not und um Beistand für eine gute Beichte.