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»Mutter Teresa«

5. September

»Mutter Teresa« wurde am 26. August 1910 unter dem Namen Agnes Gonxhe Bojaxhiu im heutigen Mazedonien geboren. Später nahm sie die indische Staatsbürgerschaft an.  Als Tochter eines gut situierten Bauunternehmers wurde sie katholisch getauft und erzogen. Mit 18 Jahren schloss sie sich als Novizin den »Loretoschwestern« (»Schwestern der Jungfrau von Loreto«) an. Von ihnen wurde sie nach Bengalen übersandt. Nachdem sie in Kalkutta den Prozess abgelegt und den Namen »Teresa« (in Bezugnahme auf die heilige Térèse von Lisieux) angenommen hatte, war sie dort viele Jahre als Lehrerin tätig.

Im September 1946 soll Teresa beim Anblick eines Kruzifixes den Ruf Christi vernommen haben, der ihr auftrug, den Armen zu dienen. 1950 gründete sie die »Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe«, die sich um Heimatlose, Kranke, Waisen und Sterbende kümmerte. Für ihr Wirken erhielt »Mutter Teresa« viele Preise, darunter den Friedensnobelpreis und den Balzan-Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern. Sie starb am 5. September 1997 in Kalkutta.

Am 19. Oktober 2003 wurde »Mutter Teresa« wegen einer ihr zugeschriebenen Wunderheilung selig gesprochen. Man spricht hier von der »schnellste(n) Seligsprechung der Neuzeit«. Die Inderin Monica Besra soll durch Gebete an Teresa und die Auflegung eines von ihr gesegneten Amuletts von einem Tumor geheilt worden sein. Das zweite Wunder, welches anerkannt wurde und ihre Heiligsprechung veranlasste, war die Heilung eines Mannes von mehreren Hintumoren. Auch er hatte zu »Mutter Teresa« gebetet.

Im Jahr 2016, nur 18 Jahre nach ihrem Tod, wurde durch Papst Franziskus ihre Heiligsprechung beschlossen. Der Tag der Heiligsprechung ist der 4. September 2016.