Ein Unternehmen der Kirche.

Pulcheria

10. September

Pulcheria (lateinisch »die Schöne«) wurde 399 als Tochter des oströmischen Kaisers Arkadius geboren. Sie führte, fast selbst noch ein Kind, nach dem Tod des Vaters für ihren jüngeren Bruder Theodosius II. von 414 bis 416 die Regierung. Sie erbaute Kirchen und versuchte sich der Irrlehre des Nestorius zu erwehren. Nestorius, Patriarch von Konstantinopel, bestritt die sogenannte »hypostatische Einheit«, die Einheit der göttlichen und der menschlichen Natur in Christus und nahm nur eine moralische Einheit der beiden Naturen an. Der Kaiser stand beim Konzil von Ephesus auf Seiten des Nestorius, ließ sich aber von seiner Schwester Pulcheria umstimmen und verbannte Nestorius. Nach dem Tod ihres Bruders Theodosius 450 heiratete Pulcheria den Feldherrn Markian, der als Nachfolger des Theodosius Kaiser wurde. In ihrer Stellung als Kaiserin setzte Pulcheria gegen den Willen des Papstes die Einberufung des Konzils von Chalkedon 451 durch, auf dem die Frage um die göttliche Wesenheit deutlicher definiert wurde: Gott ist eine Natur in drei Personen; der menschgewordene Sohn Gottes, die zweite göttliche Person ist eine Person mit zwei Naturen, der göttlichen und der menschlichen. Die heilige Pulcheria starb im Juli 453.

Attribute:

Die heilige Pulcheria wird als Kaiserin mit Zepter und Lilie dargestellt.