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Was besagt die Fastenordnung?

Fastenzeiten und Fastenspeisen

Wer soll nach der Fastenordnung fasten?

Die Fastenordnung der katholischen Kirche, welche die deutsche Bischofskonferenz im Jahr 1986 in Anschluss an das römische Kirchenrecht festgelegt hat, sieht vor, dass alle Katholiken vom vollendeten 21. bis zum begonnenen 60. Lebensjahr zum Fasten verpflichtet sind. Nicht verpflichtet sind all jene, welche das Fasten nicht ohne schweren Nachteil einhalten können:

  1. aufgrund von Körperschwäche
  2. aufgrund von Armut
  3. aufgrund von Anstrengung

Wann wird gefastet?

Brot - Fastenzeit - FastenordnungAktuell kennt die Kirche in ihrer Fastenordnung nur zwei gebotene Fasttage: Zu Beginn der Fastenzeit den Aschermittwoch und am Ende den Karfreitag. An beiden Tagen sollen die Christen nicht nur fasten, sondern auch abstinent leben (kein Fleisch, Fisch ist ersatzweise erlaubt), also nur ausgewählte Fastenspeisen zu sich nehmen.

Allerdings sind eine einmalige Sättigung sowie zwei kleine Stärkungen erlaubt. Zudem sei darauf hingewiesen, dass alle Freitage im Jahr so genannte Bußtage sind, an denen Abstinenz zu halten ist, sofern kein Hochfest gefeiert wird. Denn laut christlicher Tradition ist jeder Freitag ein Gedenktag an den Tod Jesu.

Was wird gefastet?

Das damit verbundene Freitagsopfer kann laut einem Schreiben der deutschen Bischofskonferenz von 1996 verschiedene Formen annehmen: »Verzicht auf Fleischspeisen, der nach wie vor sinnvoll und angemessen ist, spürbare Einschränkung im Konsum, besonders bei Genussmitteln, Dienste und Hilfeleistungen für den Nächsten. Das durch das Freitagsopfer Ersparte sollte mit Menschen in Not geteilt werden. Auch eine andere spürbare Einschränkung im Konsumverhalten ist denkbar.«

Im Mittelalter waren die Fastenregeln um einiges strenger als heute: Es durfte nichts außer 3 Bissen Brot gegessen sowie 3 Schluck Bier oder Wasser getrunken werden. Im Jahr 1486 wurde diese Regelung durch Papst Innozenz VIII. gelockert und es war nun in der Fastenzeit erlaubt, auch Milchprodukte zu sich zu nehmen.

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Quellen: