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Almosen - Fastenopfer

Ursprung und Bedeutung

Zum festen Brauchtum der Fastenzeit gehört auch das Geben von Almosen. Aber wo liegt eigentlich der Ursprung des Fastenopfer?

»Das Kirchenjahr. Die Feste. Bedeutung, Entstehung, Brauchtum« von Eckhard Bieger bei Vivat!Das Almosen-Geben ist bereits im Judentum religiöse Praxis. In mehreren Ländern wird zu einem besonderen Fastenopfer aufgerufen, das meist für die Entwicklungsländer gespendet wird. In Deutschland ist dieses Almosen durch den Namen »Misereor«, lateinisch »Ich erbarme mich«, gekennzeichnet. Misereor steht inzwischen für eine fundierte Auseinandersetzung mit der Armutsthematik und der Situation in den Ländern, die wir der Dritten Welt zuordnen.

Die Organisation, im kirchlichen Sprachgebrauch »Bischöfliches Werk Misereor«, wurde bereits 1958 gegründet. Die ökologische Diskussion ist von christlichen Gruppen aufgegriffen und mit dem Gedanken der Fastenzeit zu dem Motiv »Neuer Lebensstil« verbunden worden. Verzicht wird hier nicht nur als Bußpraxis für einen bestimmten Abschnitt des Jahres verstanden, sondern als dauernde Haltung.

Ähnlich wie in anderen Erneuerungsbewegungen der Kirchengeschichte wird ein einfaches, armes Leben als Ideal, Wohlstandsüberfluss dagegen als Gefährdung der Humanität und des Bezuges zur Transzendenz gesehen.

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