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Der Kreuzweg und seine Bedeutung

arabische Schriftzeichen an einer Mauer in IsraelSchon die frühen Christen suchten die Orte in Jerusalem auf, die Jesus auf seinem Leidensweg passierte, um dort zu beten, dem Leiden und Sterben Christi zu gedenken und selbst mitzufühlen, wie er gelitten hat. Ursprünglich gab es nur zwei Stationen:

  • die Burg »Antonia« als Ort der Verurteilung Jesu durch Pontius Pilatus und
  • den Hügel Golgota (auch Golgotha oder Golgatha), wo Jesus gekreuzigt wurde.

Der Weg, der diese beiden Orte miteinander verbindet, wird »Via Dolorosa« (lat. Der schmerzensreiche Weg, Leidensweg) genannt und führt durch die Straßen der Altstadt Jerusalems. Im Laufe der Zeit wurde der Passionsweg um weitere Stationen ergänzt, damit die Gläubigen den Weg Jesu möglichst genau nachgehen konnten, wobei die genaue Lage der einzelnen Orte entlang der »Via Dolorosa« heute nicht mehr eindeutig historisch bestimmbar ist.
Im 14. Jahrhundert waren zunächst sieben Kreuzwegstationen üblich, die an die sieben römischen Stationskirchen und die sieben Tagzeiten des Stundengebets erinnerten. Um das Jahr 1600 umfasste der Kreuzweg bereits 12 Stationen, die letzten beiden Stationen der Kreuzabnahme und der Grablegung wurden 1625 vom Franziskaner Antonius Daza angefügt.
Bis heute gehören zu einem Kreuzweg 14 Stationen, die singend oder betend abgeschritten werden. Einige Kreuzwege enthalten mit der Auferstehung Jesu eine 15. Station. Die meisten der beschriebenen Szenen folgen der biblischen Passionsgeschichte, einige werden nicht ausdrücklich in der Bibel erwähnt.

Da nicht alle Menschen ins Heilige Land pilgern konnten, entwickelte sich im Mittelalter bald der Brauch, die Jerusalemer »Via Dolorosa« an anderen Orten nachzubilden. Es wurde ein Weg angelegt, oftmals in der exakten Länge des Prozessionsweges in Jerusalem. Meistens führte er in Anlehnung an den Hügel Golgota einen Berg hinauf, den sogenannten Kalvarienberg. Ab 1700 wurden zuerst in den Kirchen des Franziskanerordens, später auch in anderen katholischen Kirchen, die einzelnen Kreuzwegstationen in Wandbildern dargestellt. Der Franziskanermönch Leonhard von Porto Maurizio entwickelte eine Gebetsanleitung, nach welcher auch heute noch die Kreuzwegsandachten gebetet werden.

Oft werden während der Fastenzeit und besonders an Karfreitag Kreuzwegandachten gehalten und die Leidensstationen abgeschritten. Dabei wird nicht nur an die Leidensgeschichte Jesu erinnert, sondern auch für all die Menschen gebetet, die zu Unrecht verurteilt, gefoltert, verspottet und getötet werden.
An manchen Orten wird das Leiden und Sterben Christi in Passionsspielen oder Prozessionen entlang des Kreuzweges nachgestellt, so z. B. auf der »Via Dolorosa« in Jerusalem oder bei den Passionsspielen in Oberammergau.

Geschenktipps

» So sehr hat Gott die Welt geliebt ... Neue Kreuzwegandachten« bei Vivat!Wenn Sie einmal selber den Kreuzweg beten möchten, so empfehlen wir Ihnen »So sehr hat Gott die Welt geliebt … Neue Kreuzwegandachten«. Darin finden sich vier neue Kreuzwegandachten, die zum Meditieren der Kreuzwegstationen einladen.
Besonders während der Fastenzeit und in der Karwoche ist es unter den Christen Tradition, die 14 Stationen des Leidensweges Jesu in einer Andacht nachzuvollziehen. Sie reichen von der Verurteilung Jesu zum Tode bis zum Begräbnis seines Leichnams in der Höhle.

»Der Kreuzweg unseres Herrn und Heilandes« bei Vivat!Mit kurzen Meditationstexten lädt Romano Guardini ein, den Leidensweg Jesu in Stille zu betrachten.

In seinem Buch »Der Kreuzweg unseres Herrn und Heilandes« geht es ihm darum, dass die Betenden in den einzelnen Stationen des Kreuzwegs ihr eigenes Leben wiederfinden und ihren Alltag in Verbindung mit Jesu Selbsthingabe bringen.

Kinder und Kirche: »Der Kreuzweg Jesu« bei Vivat!Anhand der leicht verständlichen Texte und einfühlsamen Bilder des Heftes »Der Kreuzweg Jesu« können Kinder und Eltern Station für Station den Kreuzweg Jesu mitgehen.

Einfache Gebete geben zusätzlich Anregungen, wie das Geschehen von damals auch eine Bedeutung für unsere heutige Zeit bekommen kann.

Wandkreuz »Kreuzwegstationen« bei Vivat!Auf dem Wandkreuz »Kreuzwegstationen«, das in traditioneller Handarbeit aus Holz und Metall hergestellt wurde, finden Sie die vierzehn Stationen des Leideswegs Jesu detailreich dargestellt.

Die mittig positionierte Figur des Auferstandenen komplettiert die symbolhafte Wanddekoration.

»Tiroler Passionskrippe« bei Vivat!Seit der Epoche des Barock gibt es neben Krippen zur Weihnachtszeit auch sogenannte Fastenkrippen oder Passionskrippen, die in den Fasttagen und zum Osterfest aufgestellt werden.

Diese wunderschön gestaltete »Tiroler Passionskrippe« ist ein originalgetreuer Reprint einer Passionskrippe, wie sie der Tiroler Künstler Josef Arnold der Ältere entworfen hat.

»Der Kreuzweg am Campo Santo Teutonico« bei Vivat!Mit dem Gebetsbuch »Der Kreuzweg am Campo Santo« ist man für die Passionszeit gut vorbereitet. Wegen der schönen Aufmachung und der berührenden Bilder empfiehlt es sich auch als Geschenk für Romreisende.

Meditationen intensivieren sich nochmals durch das Betrachten der 14 Kreuzwegstationen an der Friedhofsmauer. Der Kreuzweg selbst ist auf kachelartige Tafeln gemalt, die jeweils zu einem Bild zusammengefügt werden.

Quellen: