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Die Symbole der Fastenzeit

Die Fastenzeit als Zeit der Besinnung, Umkehr und Buße ist eng mit Symbolen verbunden. Hier haben wir eine Übersicht über die wichtigsten Symbole zusammengestellt.

Aschenkreuz

Das Aschenkreuz gehört zu den bekanntesten Symbolen der Fastenzeit. Seit dem 10. Jahrhundert ist es in der Heiligen Messe am Aschermittwoch ein fester Bestandteil der Liturgie, dass der Priester den Gläubigen ein Kreuz aus Asche auf die Stirn zeichnet. Die Asche, die von den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres stammt, ist ein Zeichen der menschlichen Vergänglichkeit, der Reinigung sowie der Buße und Reue. Gleichzeitig ist das Kreuz auch ein Zeichen der Hoffnung. Die Spendung des Aschenkreuzes gehört in der katholischen Kirche zu den sogenannten Sakramentalien.
Mancherorts wird die Asche nicht auf die Stirn gezeichnet, sondern in Kreuzform auf den Kopf gestreut. Daraus hat sich die heute meist scherzhaft gebrauchte Redewendung »Asche auf mein Haupt« entwickelt. Auch die bekannte Redensart »In Sack und Asche gehen« hat ihren Ursprung im Aschermittwoch und im Aschenkreuz. Die Christen, die für ihre Verfehlungen Buße tun mussten, trugen ein Bußgewand (Sack) und wurden mit Asche bestreut.

Zahl 40

Die Zahl 40 hat sowohl im Alten als auch im Neuen Testament eine besondere Bedeutung. 40 Tage blieb Moses auf dem Berg Sinai, bis er von Gott die Zehn Gebote erhielt. 40 Tage und Nächte dauerte der Regen der Sintflut an und genauso lang wartete Noah, nachdem die Berge wieder sichtbar waren, bis er ein Fenster seiner Arche öffnete und einen Raben fliegen ließ. Nach dem Auszug aus Ägypten wanderte das Volk Israel 40 Jahre durch die Wüste. 40 Tage verbrachte Jesus betend und fastend in der Wüste, um sich auf seine Sendung vorzubereiten. Und auch die Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern dauert 40 Tage. Bei dieser Rechnung gibt es allerdings einen kleinen Trick: eigentlich sind es 46 Tage, aber die Sonntage zählen nicht zur Fastenzeit, da der Sonntag als Erinnerung an die Auferstehung Jesu ein Tag der Freude sein soll.


Fastentuch

Das Fastentuch ist ein meist mit biblischen Motiven besticktes oder bemaltes Tuch, welches in der Fastenzeit in den Kirchen aufgehängt wird, um die bildlichen Darstellungen Jesu Christi, das Kruzifix und den Altarraum zu verdecken. Das Passionstuch geht auf den jüdischen Tempelvorhang zurück. In den Evangelien wird berichtet, dass der Vorhang im dem Moment zerreißt, als Jesus am Kreuz stirbt. Waren die Fastentücher zu Beginn noch sehr schlicht gestaltet, wurden sie im Lauf der Zeit immer aufwändiger verziert, womit der eigentliche Sinn des Verhüllens, des »Fastens der Augen«, hinfällig wurde.
Das größte heute noch erhaltene Fastentuch ist das ca. zehn mal zwölf Meter große und über eine Tonne schwere Freiburger Fastentuch von 1612.

Violett (Liturgische Farbe)

Traditionell ist die liturgische Farbe für die Fastenzeit vor Ostern (und die Fastenzeit im Advent) Violett. Diese Farbe symbolisiert die Buße, den Übergang und die Verwandlung. Violette Messgewänder können auch zu Beerdigungen und am Fest Allerseelen getragen werden. In der katholischen Kirche ist Violett außerdem die Farbe der Bischöfe.
Mehr über die liturgischen Farben erfahren Sie im Ministrantenportal.

Fastenstrauch

An Aschermittwoch werden von einem Forsythienstrauch oder einem Kirschbaum Zweige abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Bis zum Osterfest beginnen die Zweige zu blühen und symbolisieren den Aufbruch zum neuen Leben. Ab Mitte der Fastenzeit kann der Strauch auch mit Anhängern in Form von Blumen oder Ostereiern geschmückt werden. Dekorationsanregungen finden Sie im Vivat!-Shop.